Kirchenprojekt Iphofen

Neue Perspektiven in den Kirchen der Stadt Iphofen:

Obwohl die Sakralräume von St. Veit, Hl. Blut, St. Michael und St. Johannes zu den zentralen Kunstobjekten der Stadt zählen, gibt es noch viel zu entdecken.
Mit ausgewählten Perspektiven lädt Fotografenmeisterin Ina E. Brosch zu einer visuellen und kunsthistorischen Reise ein.
Ergänzende Erläuterungen aus theologischer Sicht durch Pater Dr. Adam Was und aus historischer Perspektive durch Dr. Josef Endres erleichtern den Zugang zu den gezeigten Kunstobjekten.

Part 1

Unser Beitrag zu „Neue Perspektiven in den Kirchen der Stadt Iphofen“.
Iphöfer Nachrichten Seiten 12-13:
https://archiv.wittich.de/epapers/2054/2020/49/index-h5.html?page=1#page=12

Johannes der Evangelist

Die ausdrucksstarke Physiognomie des Evangelisten Johannes von Tilman Riemenschneider beeindruckt den Betrachter auch nach über 500 Jahren in besonderer Weise.
Der Legende nach wollte der Oberpriester Aristodemus den Heiligen auf die Probe stellen. Würde Johannes aus dem Giftbecher trinken, wollte der Priester sich bekehren.

Als der Heilige das Kreuzzeichen über dem Kelch machte, entwich das Gift in Gestalt einer Schlange, so dass Johannes gefahrlos trinken konnte. Lange war es auch in Iphofen Tradition, den 27. Dezember als Gedenktag des Heiligen zu würdigen.
Mit den Worten „Trinke die Liebe des heiligen Johannes, im Namen des Vaters †, des Sohnes † und des heiligen Geistes † Amen” wurde den Gläubigen alljährlich Wein gereicht.

Bei der 1914 in München vorgenommenen Restaurierung der Skulptur blieb die originale Polychromierung des ebenmäßigen Gesichts mit seinen weichen Formen unverändert erhalten.

Der geheimnisvolle, beseelte Gesichtsausdruck erfordert heute wie vor 500 Jahren von jedem Betrachter eine eigenständige Interpretation:
Wie ist der Blick des Heiligen Ihrer Meinung nach zu deuten? Was glauben Sie, welche Intention der Künstler verfolgte?

Abb.: Hl. Johannes der Evangelist, Tilman Riemenschneider (ca. 1460 – 1531) als Frühwerk zugeschrieben.

Part 2

Ein weiterer Beitrag zu „Neue Perspektiven in den Kirchen der Stadt Iphofen ist erschienen!
Iphöfer Nachrichten Seite 9:
https://archiv.wittich.de/epapers/2054/2021/3/html5forpc.html?page=8&bbv=0&pcode=

Sebastian
ein Heiliger aus dem 3. Jahrhundert heute noch aktuell und relevant.

Wie jedes Jahr um den 20. Januar feiert die königlich privilegierte Schützengesellschaft Iphofen ihren Schutzpatron, den hl. Sebastian.
Aus diesem Anlass zeigen wir Ihnen – im Rahmen der NEUEN PERSPEKTIVEN – die Statue des Heiligen, die in der Pfarrkirche bewundert werden kann.

Auch wenn es leider keine archivalischen Hinweise auf den Bildhauer und die Entstehungszeit dieser Statue gibt, lädt sie Kirchenbesucher ein, über die künstlerische Darstellung und das Leben des Hl. Sebastian nachzudenken.
Beschädigt während eines Diebstahlversuchs Anfang der 90er Jahre wurde sie von Herrn Karl-Heinz Grötsch fachmännisch restauriert. Zwar hat der Zahn der Zeit daran genagt, aber sie inspiriert immer och durch die Kraft ihrer Botschaft.

Über das Leben des Sebastian gibt es nur unvollständige Überlieferungen.
Fest steht, dass er als Märtyrer seiner Überzeugung gefallen ist. Sebastian war Hauptmann der Leibgarde des Kaisers, aber als Christ fiel er der Christenverfolgung zum Opfer. Er wurde inhaftiert und vom Kaiser Diokletian zum Tod durch Erschießen verurteilt. Dies soll am 20. Januar 288 geschehen sein.

Der Zusammenhang mit dem Erschießen hat ihn im Mittelalter zum Heiligen der Schützen gemacht.Sebastian versteckte seinen Glauben nicht. Er blieb standhaft und treu bis zum Tod. Er hilft uns zu erkennen, wie sehr unser eigener Glaube zum Gelingen unseres Lebens beiträgt.

Mit den ausgebreiteten Händen am Bum gebunden und von Pfeilen durchbohrt sagt er jeder Generation:
Lebenskraft steckt im Glauben.

Abb.: Hl. Sebastian

Part 3

Der dritte Beitrag zu „Neue Perspektiven in den Kirchen der Stadt Iphofen“, ist erschienen!
Iphöfer Nachrichten Seiten 10-11:
https://archiv.wittich.de/epapers/2054/2021/7/html5forpc.html?page=10&bbv=0&pcode=

Der Ölberg bei St. Veit

Eine Ölberggruppe stellt figürlich die biblische Szene dar,
wie Jesus zusammen mit seinen Jüngern in der Nacht vor seiner Kreuzigung im Garten Getsemani betet.
Die Ölbergszene ist in den Evangelien mehrfach genannt:
Mt 26,36-56; Mk 14,32-52 und Lk 22,39-53.

An jenem Abend steht der Mensch Jesus angsterfüllt vor seinem Gott und ringt darum, ja sagen zu können zu dem, was göttlich ist. Er wirft sich auf den Boden und beginnt zu beten:,,Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.“ Um nicht alleine sein, nimmt er drei von seinen Jüngern mit und sagt ihnen: „Bleibet hier und wachet mit mir. Wachet und betet“. In diesem entscheidenden Moment schlafen sie aber ein. Unverständlich und peinlich.

Der Ölberg an der Chorsüdseite von St. Veit, eine qualitätvolle Bildhauerarbeit aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts mit dem betenden Christus auf einem Felsplateau über den schlafenden Aposteln Jakobs, Johannes und Petrus, war vor allen in der „Fastenzeit“ für die Gläubigen von besonderer Bedeutung. Alljährlich am „Gründonnerstag“ wurde hier die traditionelle Abendandacht abgehalten.

Bis 1853 befand sich die Ölberggruppe einige Meter westlich des heutigen Aufstellorts an der Stelle der heutigen Sakristei. Der Platz vor dem damarligen Standort wurde noch im 18. Jahrhundert als Begräbnisstätte genutzt, der Friedhof um St. Veit, war also nicht völlig aufgegeben, wie bisher vermutet wurde.

Im Rahmen der Errichtung der Sakristei im Jahr 1853 mussten die Skulpturen in östlicher Richtung versetzt werden, um Platz für den Neubau zu schaffen. Unter dem nur schwer zugänglichen Sakristeidach blieben Reste der alten Wandbemalung mit einer Kreuzigungsdarstellung aus dem 16. Jahrhundert erhalten, die 1990 wiederentdeckt wurden.

Die Malerei wurde von Jakob Abt aus Radolfzell am Bodensee geschaffen, der 1573 den gesamten Ölberg neu fasste.

Von der alten Bemalung ist nur diese Kreuzigungsdarstellung auf der einstigen Ölbergrückwand erhalten, die 1853 nochmals erneuerte Farbfassung der Skulpturen, Bäume und Felsen ist vollständig verloren.

Abb.: Betender Christus auf einem Felsplateau über den schlafenden Aposteln Johannes, Jakobus und Petrus.

Part 4

Er ist erschienen: Der vierte Beitrag zu „Neue Perspektiven in den Kirchen der Stadt Iphofen“.
Iphöfer Nachrichten Seiten 10-11:
https://archiv.wittich.de/epapers/2054/2021/11/html5forpc.html

Der Heilige Josef

Am 19.März feiert die Kirche den Gedenktag des heiligen Josef. Seit 1621 steht der Tag als Fest im römischen Kalender. Am 8. Dezember 1870 hat Papst Pius IX. den heiligen Josef zum Schutzpatron der katholischen Kirche erhoben. Papst Franziskus hat das Jahr 2021 zum „Jahr des heiligen Josef“ ausgerufen. In Bayern war der Josefstag (Josefitag) bis zur Abschaffung 1969 gesetzlicher Feiertag.

Für uns ist der 19. März der Anlass, Ihnen den heiligen Josef und dessen Figuren in der Stadtpfarrkirche St. Veit kurz vorzustellen. Sie sind ein wenig versteckt, aber von Bedeutung für Gläubige und die Kirche. Josef, der Ziehvater Jesu und Josef, der Zimmermann mit einem Winkelmaß; vielleicht ach Josef, der an der Krippe die Laterne hält, Josef als alter Mann mit dichtem Bart oder Josef mit der Lilie in der Hand – das sind womöglich die Bilder, die viele von ihm vor Augen haben werden. Denn so oder so ähnlich zeigen ihn viele Darstellungen. Die beiden Skulpturen in der Stadtpfarrkirche St. Veit präsentieren den hl. Joseph mit den erst in der Barockzeit charakteristischen Attributen: die polierweiße Figur auf der Nordseite des Langhauses am 1685 gestifteten Dreifaltigkeitsaltar mit einer Lilie, die polychrom gefasste auf der Südseite gegenüber dem Altar der hl. Katharina mit Lilie und Jesuskind auf dem Arm. Diese Lilie gilt von alters her als Zeichen der Unschuld und der Reinheit.

Eine Legende erzählt: Eines Tages wurden Stäbe für alle unverheirateten Männer aus dem Geschlecht Davids in den Tempel gebracht. Auf diese Weise sollte der Mann für die Jungfrau Maria gefunden werden. Dann passierte plötzlich ein Wunder: Der Stab Josefs erblühte zu einer Lilie. So wurde er der von Gott vorherbestimmte Ehemann Marias. Josef war von Beruf Zimmermann und hat in Nazareth gelebt. Die Evangelisten Matthäus und Lukas erwähnen ihn im Stammbaum Jesu. Er war aus dem Haus und Geschlecht Davids und wurde somit zum Bindeglied für die königliche Abstammung Jesu. Von Josef sind keine Lebensdaten überliefert – auch in der Heiligen Schrift finden wir keine gesprochenes Wort von ihm. Josef ist kein Amtsträger gewesen, sondern ein ganz einfacher Mann. Gott hat einen Plan für ihn gehabt und dem ist er gerecht geworden. Wie er den Anruf Gottes vernommen hat, hat er nach dem Spruch seines Gewissens gehandelt und seine Aufgabe gegenüber Jesus und Maria erfüllt. Wenn ihn auch die Umstände der Geburt und Aufwachsen dieses Jesus verwirren, er gibt letztendlich Gott Raum, widersteht Gottes wirken nicht, sagt sein Ja und hält ausdauernd durch. Wir, die wir uns oft genug selbst in die Mitte stellen und Gott beiseite schieben, mögen uns durch Josefs Haltung herausgefordert fühlen.

Part 5

Nun haben wir unseren 5. Beitrag zu „Neue Perspektiven in den Kirchen der Stadt Iphofen“ veröffentlicht!
Iphöfer Nachrichten Seiten 8-9:
https://archiv.wittich.de/epapers/2054/2021/21/html5forpc.html?page=8&bbv=1&pcode=

Die Chormadonna von St. Veit

Wer kennt sie nicht – die Darstellungen der Maria mit dem Kind.
Es gibt unzählige Gemälde, Bildnisse und Skulpturen, die dieses Motiv
auf unterschiedliche Weise thematisieren.
Auch in der Iphöfer Stadtpfarrkirche St. Veit sind solche Motive zu sehen.

Auf die lange Tradition der Marienverehrung in unserer Kirche verweisen u.a. die „Schöne Madonna“ von Iphofen, der Marienaltar mit der „Birklinger Pietà“ und die Steinmadonna an der Chornordseite. Dieser Steinmadonna wollen wir unsere Aufmerksamkeit schenken.

Maria und Jesus haben keinen direkten Blickkontakt. Maria hält Jesus in ihren Händen, aber es ist deutlich zu erkennen, dass die Mutter ihren Sohn weitergeben will: dem Betrachter, den Menschen und der Welt. Jesus ist noch ein Kind, aber in dieser Körperhaltung kommen schon die ersten Züge der bekannten Pietà zum Ausdruck.

Die Stimmung des Künstlers überträgt sich durch die Körperhaltung auf das Gemüt des Betrachters, der allein durch das Anschauen dieser Skulptur in jenen erstrebenswerten Zustand der Marienverehrung versetzt werden kann. Marienverehrung ist immer auch ein Ausdruck von Dankbarkeit dafür, dass Gott wahrhaftig Mensch wurde.

In der römisch-katholischen Kirche nimmt, wie in orthodoxen und syrischen Kirchen, die Verehrung Marias eine wichtige Rolle ein. Maria, die Mutter Jesu, wurde über Jahrhunderte als eine besonders Gott geehrte Frau verehrt. Maria ist die leibliche Mutter Jesu. Etwas irreführend kann die Bezeichnung „Mutter Gottes“ wirken, obwohl sie sehr gebräuchlich ist. Gott ist der ursprunglose Ursprung von allem; in diesem Sinn kann er keine Mutter haben. Maria ist zunächst die Mutter von Jesus. Das Konzil von Ephesos (431) nannte sie „Gottesgebärerin“ (griechisch „theotokos“); genau genommen, stellt dies die korrektere Formulierung dar: Durch Maria kam Gottes Sohn in die Welt, sie hat der Welt Gott in Menschengestalt geboren. Damit wollte man vor allem ein Bekenntnis zur wahren Gottheit Jesu ablegen – was sich zugleich auf das Bild von Maria auswirkt. Wenn wir unseren Blick auf Maria richten, dann wenden wir uns nicht weg von der Mitte des Glaubens. Wenn wir von ihr sprechen, sprechen wir von Jesus Christus, sprechen wir von Gott. Wer von Christus redet, kann von Maria nicht schweigen.

Die Steinmadonna an der Chornordseite in St. Veit wurde um 1420 geschaffen und blieb an ihrem ursprünglichen Aufstellungsort erhalten. Unter der Konsole erinnern drei musizierende Engel mit Kleingeige, Laute und Portativ an den einstigen Stellenwert der Kirchenmusik, die ursprünglich nicht von der Orgelempore, sondern vom Chorraum aus gestaltet wurde. Bis 1680 befand sich eine „Schwalbennestorgel“ über der ehemaligen alten Sakristei auf der Evangelienseite, die Chorstühle auf dieser Seite waren für die Knaben der Singschule reserviert.

Fromme Stiftungen dokumentieren die Bedeutung der Marienverehrung. Im Jahr 1786 vermachte Witwe Lang der Kirche St. Veit 50 Gulden zur regelmäßigen „Brennung einer Kerze dem Muttergottesbild beim hohen Altar.“

Im Rahmen der Kirchenrenovierung im Jahr 1913 wurde die mit Ölfarbe überstrichene Skulptur restauriert und der Baldachin mit Kreuzblumen ergänzt. Hinter der Steinmadonna konnte eine reiche Teppichmalerei aus der Renaissancezeit freigelegt werden.

Abb.: Chormadonna von St. Veit

Part 6

Es wird Zeit für unseren 6. Beitrag zu „Neue Perspektiven in den Kirchen der Stadt Iphofen“!
Iphöfer Nachrichten Seite 11-12:
https://archiv.wittich.de/epapers/2054/2021/25/html5forpc.html?page=12&bbv=1&pcode=

Johannes der Täufer

Am 24. Juni feiert die katholische Kirche das Hochfest der Geburt Johannes des Täufers, aber der Johannestag wird in fast allen Kirchen begangen. Er wird ganz bewusst genau sechs Monate vor Heiligabend gefeiert. Denn die Lebensgeschichte Jesu und die von Johannes dem Täufer werden bereits im Lukasevangelium ganz eng miteinander verwoben.

Der Name Johannes bedeutet „Gott ist gnädig“. Die außergewöhnlichen Ereignisse vor und bei seiner Geburt lassen ihn als ein besonderes Geschenk Gottes erkennen. Charakteristisch waren für Johannes den Täufer die Taufe, seine asketische Lebensweise in der Wüste und seine Umkehrpredigten.

Dargestellt wird er zumeist in einem Mantel aus Kamelhaar mit Kreuzstab, Lamm und dem Spruchband „Ecce Agnus Dei“ („Seht das Lamm Gottes“). Diese Attribute sind auch in der Abbildung von Johannes dem Täufer in St. Veit erkennbar.
Bemerkenswert ist das goldene Gewand, das Johannes über dem traditionellen Mantel trägt. Dadurch sollen die Herrlichkeit Jesu Christi und die Größe Johannes zum Ausdruck kommen. Die Verehrung des Täufers, den Jesus „den Größten der von einer Frau Geborenen” genannt hat, geht bis in die Frühzeit der Kirche zurück.

Die erste Erwähnung Iphofens steht in enger Verbindung mit Johannes dem Täufer. Zur Grundausstattung des 741/42 von Bonifatius gegründeten Bistums Würzburg mit königlichen Eigenkirchen aus Reichsgut gehörte die „basilica in ipso pago quae dicitur Ippihaoba in honore sancti Johannis baptistae“.
Die Skulpturen in der Pfarrkirche „Johannes der Täufer“ aus der Riemenschneiderschule und „Johannes der Evangelist“, vermutlich ein eigenhändiges Frühwerk Riemenschneiders, entstammen einem Altar, von dem wesentliche Teile noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Bürgerspital aufbewahrt wurden.

Am 6. April 1911 konstatierte Generalkonservator Dr. Georg Hager in München: „Im Pfründnerhospital zu Iphofen stehen im ersten Stock am Gang in einem sonst leeren Altarschrein aus dem 15. Jahrhundert zwei Figuren: Johannes der Täufer und Johannes der Jünger. Es sind dies ganz vorzügliche spätgotische Holzskulpturen, die zweifellos Riemenschneiderscher Schule entstammen und hervorragenden künstlerischen und kunstgeschichtlichen Wert besitzen. Die Erhaltung der Figuren ist eine gute, es fehlen nur einige Finger, Zehen und das Lamm auf dem Buche bei Johannes dem Täufer. An ihrem jetzigen Platz (im Spital) sind die Figuren zwar nicht direkt gefährdet, jedoch der Besichtigung und Kontrolle ziemlich entzogen; auch kann die Predellabemalung beim Aufwaschen des Bodens leicht Schaden leiden. Der Schrein steht nämlich auf der dazu gehörigen Predella, auf welcher in spätgotischer, ziemlich gut erhaltener und gut ausgeführter Malerei die 12 Apostel in Brustbildern dargestellt sind.“

Zunächst brachte man die Skulptur des Evangelisten, 1928 auch die des Täufers zurück in der Stadtpfarrkirche. Trotz des guten Erhaltungszustands der ausdrucksstarken Figuren in ihrer originalen Bemalung und der Empfehlung des Landesamts für Denkmalpflege, von einer Neufassung abzusehen, entschloss man sich zur umfassenden Restaurierung. Altarschrein und Predella verblieben im Bürgerspital und sind heute nicht mehr auffindbar.

Abb.: Johannes der Täufer

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